5N00P1 hat geschrieben: ↑30. März 2025 09:59
Am Ende ist meine Meinung nach die Frage:
"Was ist ein Set?"
Eine sehr spannende Fragestellung. Ab wann steckt quasi schützenswertes, geistiges Eigentum in etwas drin?
Also ja, das ist bestimmt in Gesetz- und Regelbüchern ausgiebigst in zig oder hunderten Paragraphen geregelt, aber man darf ja vielleicht als Nicht-Wissender ein wenig mitphilosophieren. (und sich vmtl. im Zweifel Dinge schönreden)
Ich weiß nicht, ob es bei dieser Art Sets/Hommagen überhaupt einen legalen Weg gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn ein Hersteller einfach nur einen großen Sack zusammengestellter Steine verkauft, dabei aber *kein* Foto des fertigen Sets daneben stellt, nicht den gleichen Namen oder Nummer erwähnt und natürlich auch keine Anleitung mitliefert, dann könnte ich mir noch am ehesten vorstellen, dass sowas durchgeht.
Aber dann würden diese Art von verkauften Steinepaketen sicherlich nur bei den absoluten Nerd-Kreisen (also z.B. wir) Abnehmer finden.
Wobei da die Argumentationskette bzgl. der Legalität eines solchen Pakets eher dünn sein dürfte, wenn man sagt "Naja, dass man mit diesen 6.789 Teilen genau Set X von Hersteller Y nachbauen kann, ist einfach nur Zufall. Man kann ja auch eine Million anderer Modelle/Gebäude/Fahrzeuge aus der gleichen Menge an Steinen bauen."
Am Ende ist natürlich das Set selbst, also konkret die Anleitung sicherlich der größte, schützenswerte Teil bei einem Set. Und dass ich dann ein Produktbild vom fertigen Set zeigen kann. So Dinge wie "hübscher Karton" oder "vorgefertigte Bauabschnitte" sind vmtl. eher kleine Goodies (die natürlich auch Verkaufsargumente sind).
Ich denke mir: LEGO kämpft seit x Jahren gegen Plagiate, alle 1-2-3 Jahre gelingt ihnen mal ein größerer Schlag, aber es ist ja ganz offensichtlich so, dass es ein Kampf gegen Windmühlen ist. Es geht ja immer weiter und weiter. Wie ich neulich gesehen habe, werden z.B. in Hong Kong zig Hommagen in OVP ganz offen in riesigen Stapeln in Läden zum Verkauf angeboten. Und das "geht" offensichtlich, ohne dass LEGO da was machen kann.
Von daher vermute ich, dass auch BlueBrixx damit leben muss. Vermutlich haben sie auch schon immer damit gerechnet und es gehört ein Stück weit zum Firmenrisiko dazu. Ich glaube zumindest, dass wenn LEGO da schon keine langfristig wirkenden Maßnahmen ergreifen kann, wird BB erst recht nichts dagegen unternehmen können.