[Kurzreview] Reobrix 10038 Ferrrari 500 F2
Verfasst: 16. Oktober 2026 21:11
Ich baue grade mal wieder ein Technikset, mit mehr oder weniger großem Spaß. Technik-Bausets werden wohl in diesem Leben nicht mehr meine Welt ...
Historisches Vorbild:
ein von der Scuderia Ferrari eingesetzter Rennwagen der Formel 2, der sehr symbolhaft für das Design der Formelrennwagen in den frühen 50er Jahren steht. Der Monoposto errang in der Formel 2 große Erfolge, Ascari gewann 1952 und 1953 die Formel-2-Fahrerweltmeisterschaft. Zum Ende der Saison 1953 wurde (mal wieder) das Reglement der F1 und F2 geändert, sodass der 500 F2 dann als gute Basis für die Weiterentwicklung zum 625 F1 diente. Der 625er errang in der Formel 1 1954 zwar auch einige Erfolge, konnte sich aber letztlich nicht gegen die Konkurrenz der Mercedes-Silberpfeile und Maserati-Rennwagen durchsetzen.
Der Rennwagen markiert die Epoche, in der man bereits erkannte, dass die Gewichtsverteilung der klassischen Frontmotor- Formelrennwagen einem optimalen Fahrverhalten nicht zuträglich ist. Man versuchte also bereits, den Motor im Chassis weiter nach hinten zu versetzen. Das führte zu den eigentümlichen Proportionen der Rennwagen dieser Zeit, typischerweise mit sehr langen Vorderwagen, weit hinten sitzendem Fahrer und einem sehr kurzen Überhang nach hinten.
Um das Set bin ich schon länger herumgeschlichen, weil es, soweit ich herausfinden konnte, das einzige Klemmbaustein-Set ist, das einen Formelrennwagen aus dieser Ära zum Vorbild hat.
Zum Bauen:
die schön gestaltete Form verlangt natürlich ihren Preis. Die nach hinten in alle Richtungen abgerundet spitz zulaufende Heckverkleidung hängt nur an wenigen Pins und steht teilweise unter Spannung. Deshalb habe ich hier und da 1x1er Roundplates dazwischengebaut um die Abstände zu korrigieren.
Der Motor selbst ist ein wenig lieblos im Design, da hätte man aus dem schönen Ferrari-Doppelnocker mehr machen könnten auch unter der Maßgabe, dass man noch sehen soll, dass er sich mitdreht. Weitere Funktionen sind ein schaltbares Getriebe mit 2 Vorwärtsgängen und eine funktionierende Lenkung. Viel Lenkeinschlag hat sie nicht, aber ich denke, die Herren in den Formelrennwagen mussten 1952 auch nicht in drei Zügen wenden.
Die gefederten Achsen (rote Federbeine) sind wiederum sehr schön gemacht. Vorne Doppelquerlenker und hinten haben sie sogar die historisch korrekte gefederte Starrachse umgesetzt, das gefällt mir gut.
Die Räder sehen in echt nicht ganz so schlimm aus, wie ich anhand der Produktbilder befürchtet hatte, aber sie sind trotzdem ein Stilbruch. Das Vorbild hatte noch wunderschöne Speichenräder. Wenn da jemand einen Tipp hätte, wäre ich sehr dankbar.
Fazit:
- Gesamteindruck:
die doch recht spezielle Form der Formel-Rennwagen in den 50er Jahren ist gut getroffen, die Linie und die Proportionen stimmen sehr schön.
- Bauerlebnis:
ich habe vier Abende daran gesessen, ich bin aber auch kein ausgesprochener Fan von Technik-Sets.
es hat Spaß gemacht den Renner wachsen zu sehen, über manche technischen Lösungen habe ich mich sehr gefreut (die Achsen, das Differenzial )
- Anleitung:
mit der Anleitung habe ich immer wieder gehadert. Die Perspektiven der Bilder fand ich mehr als einmal schwierig und wenig aussagekräftig. Ich musste immer wieder blättern, um eine andere Ansicht der für mich unklaren Sektionen zu finden – ich weiß aber nicht ob mir da einfach nur die Technik-Routine fehlt.
Minuspunkte:
- stellenweise schwierige Anleitung
- der Motor ist nicht wirklich ausgestaltet
- das Cockpit ist auch nur angedeutet, keine Prints und auch keine Sticker für die Instrumente
- unpassende nicht schöne Räder
Würde ich es wieder kaufen:
definitiv. Es ist das einzige mir bekannte Set, das einen Formel-Rennwagen dieser Epoche darstellt und der Gesamteindruck ist trotz der Minuspunkte gelungen.
und ein paar Bilder:
Historisches Vorbild:
ein von der Scuderia Ferrari eingesetzter Rennwagen der Formel 2, der sehr symbolhaft für das Design der Formelrennwagen in den frühen 50er Jahren steht. Der Monoposto errang in der Formel 2 große Erfolge, Ascari gewann 1952 und 1953 die Formel-2-Fahrerweltmeisterschaft. Zum Ende der Saison 1953 wurde (mal wieder) das Reglement der F1 und F2 geändert, sodass der 500 F2 dann als gute Basis für die Weiterentwicklung zum 625 F1 diente. Der 625er errang in der Formel 1 1954 zwar auch einige Erfolge, konnte sich aber letztlich nicht gegen die Konkurrenz der Mercedes-Silberpfeile und Maserati-Rennwagen durchsetzen.
Der Rennwagen markiert die Epoche, in der man bereits erkannte, dass die Gewichtsverteilung der klassischen Frontmotor- Formelrennwagen einem optimalen Fahrverhalten nicht zuträglich ist. Man versuchte also bereits, den Motor im Chassis weiter nach hinten zu versetzen. Das führte zu den eigentümlichen Proportionen der Rennwagen dieser Zeit, typischerweise mit sehr langen Vorderwagen, weit hinten sitzendem Fahrer und einem sehr kurzen Überhang nach hinten.
Um das Set bin ich schon länger herumgeschlichen, weil es, soweit ich herausfinden konnte, das einzige Klemmbaustein-Set ist, das einen Formelrennwagen aus dieser Ära zum Vorbild hat.
Zum Bauen:
die schön gestaltete Form verlangt natürlich ihren Preis. Die nach hinten in alle Richtungen abgerundet spitz zulaufende Heckverkleidung hängt nur an wenigen Pins und steht teilweise unter Spannung. Deshalb habe ich hier und da 1x1er Roundplates dazwischengebaut um die Abstände zu korrigieren.
Der Motor selbst ist ein wenig lieblos im Design, da hätte man aus dem schönen Ferrari-Doppelnocker mehr machen könnten auch unter der Maßgabe, dass man noch sehen soll, dass er sich mitdreht. Weitere Funktionen sind ein schaltbares Getriebe mit 2 Vorwärtsgängen und eine funktionierende Lenkung. Viel Lenkeinschlag hat sie nicht, aber ich denke, die Herren in den Formelrennwagen mussten 1952 auch nicht in drei Zügen wenden.
Die gefederten Achsen (rote Federbeine) sind wiederum sehr schön gemacht. Vorne Doppelquerlenker und hinten haben sie sogar die historisch korrekte gefederte Starrachse umgesetzt, das gefällt mir gut.
Die Räder sehen in echt nicht ganz so schlimm aus, wie ich anhand der Produktbilder befürchtet hatte, aber sie sind trotzdem ein Stilbruch. Das Vorbild hatte noch wunderschöne Speichenräder. Wenn da jemand einen Tipp hätte, wäre ich sehr dankbar.
Fazit:
- Gesamteindruck:
die doch recht spezielle Form der Formel-Rennwagen in den 50er Jahren ist gut getroffen, die Linie und die Proportionen stimmen sehr schön.
- Bauerlebnis:
ich habe vier Abende daran gesessen, ich bin aber auch kein ausgesprochener Fan von Technik-Sets.
es hat Spaß gemacht den Renner wachsen zu sehen, über manche technischen Lösungen habe ich mich sehr gefreut (die Achsen, das Differenzial )
- Anleitung:
mit der Anleitung habe ich immer wieder gehadert. Die Perspektiven der Bilder fand ich mehr als einmal schwierig und wenig aussagekräftig. Ich musste immer wieder blättern, um eine andere Ansicht der für mich unklaren Sektionen zu finden – ich weiß aber nicht ob mir da einfach nur die Technik-Routine fehlt.
Minuspunkte:
- stellenweise schwierige Anleitung
- der Motor ist nicht wirklich ausgestaltet
- das Cockpit ist auch nur angedeutet, keine Prints und auch keine Sticker für die Instrumente
- unpassende nicht schöne Räder
Würde ich es wieder kaufen:
definitiv. Es ist das einzige mir bekannte Set, das einen Formel-Rennwagen dieser Epoche darstellt und der Gesamteindruck ist trotz der Minuspunkte gelungen.
und ein paar Bilder: